
Vor 15 Jahren haben wir begonnen Futtermittel aufzuwerten, wir gaben Fischöle und Algen dazu mischten Vitamine und Lebensmittelergänzungsstoffe sowie Enzyme darunter und versuchten in kleinen Testreihen das Wachstum und die Entwicklung der Koi zu verbessern. Auch unsere Kunden wurden mit den veredelten Futtermischungen versorgt und man versuchte mit den eigenen als auch mit den Kundenteichen einen Vergleich und eine Aussagekraft zu schaffen.
Heute steht uns zum experimentieren eine der größten Koi Aufzucht und Importanlagen Europas zur Verfügung, dazu kommen zwölf Naturteiche, auch die Rückmeldungen unserer Kunden (Händler als auch Privatkunden) sind uns auch heute noch wichtig. Unsere Futtermühle hat eigens für uns eine kleine Extruderanlage installiert, um Testchargen von lediglich 500 Kg Gesamtvolumen für Testzwecke zu produzieren.
Wir beschäftigen uns damit, wie wir Herstellungstemperaturen reduzieren, die Frische unserer Futtermittel und Zutaten erhalten und auch vollständige Enzyme und Botenstoffe verarbeiten können um einen Standard für unsere Futtermittel zu schaffen, welcher frischem (Lebend-) futter nahe kommt.
Auch beschäftigen wir uns mit der Darreichungsform unserer Futtermittel. Gemeint ist, wie sich die Futtermittel im Wasser verteilen und welche Dichte der zum Fressen ansetzende Fischschwarm annimmt. Gedanke ist hier, wenn sich Koi bei der Nahrungsaufnahme sehr stark drängen, kann jede Bewegung einen Fluchtreflex hervorrufen bei dem sich die Tiere an in die Wasserfläche hineinragenden Gegenständen (Deko, Steine) verletzen können.
So schön es sein mag Koi handzahm zu erziehen und ihnen möglichst dicke Brocken händisch darzureichen, so birgt es doch ein gewisses Risiko. Die Größe unserer Futterpellets ist im Verhältnis zu anderen am Markt befindlichen Futtermarken sehr klein gewählt. Wir versuchen den Koi zu beschäftigen, indem wir absichtlich ein im ersten Eindruck sehr kleines Futterformat füttern, den Koi hierdurch jedoch länger mit der Futtersuche beschäftigen. Dies beugt Langeweile vor und führt auch insgesamt zu eine höheren Futteraufnahme durch unsere Pfleglinge.
Mit der Vorstellung unserer neuen Futterlinie CS stellen wir erstmals ein halbsinkendes Futter vor. Dieses Futter verteilt sich nicht nur über die Wasseroberfläche sondern verteilt den Futterteppich zusätzlich über die Wasserschichten und den Gewässergrund.
Der Durchmesser der Pellets ist bewusst klein gewählt, je kleiner das Pellet desto größer die Oberfläche im Verhältnis zum Gesamtgewicht des aufgenommenen Futters. Je größer die Oberfläche der Pellets im Verhältnis zur Masse, umso größer die Angriffsfläche für körpereigene Verdauungsenzyme, desto besser und vollständiger die Verdauung, umso geringer die Wasserbelastung.
